Ich war eigentlich ein versierter Gitarrist, Tilman, unser Jüngster spielte schon ganz gut klassische Gitarre, Marlies, meine Frau, hatte mit den Kindern, als sie klein waren, immer gesungen. Sonst hatte sie eigentlich keine musikalischen Erfahrungen gemacht, als wir im Sommer 2003 zum ersten Mal in Burgund in ein überregionales Treffen von Bordunmusikern gerieten. Drei Tage Akkordeons, Drehleiern und Dudelsäcke aus allen Scheunen, Kneipen, Hauseingängen, ja selbst aus der Kirche.
Tilman, damals 13 Jahre alt, war sofort angefressen, steuerte sein Erspartes zum Kauf einer Schäferpfeife bei und machte seinen ersten Dudelsackkurs bei Helmut Mossmann in Bahlingen, auf der Schwäbischen Alb. Im folgenden Sommer hatte er seinen Dudelsack in Burgund dabei, spielte einige Sachen mit, und da biss Marlies an: schon hatten wir auch ein feines, kleines Akkordeon.
Im Januar 2005 brachten wir Til zur
Bordunale auf die Fürsteneck. Marlies hatte zu diesem Zeitpunkt Unterricht bei einem Musiklehrer zu Hause, was absolut nichts einbrachte, bis sie im März zur Hummel nach Naurod ging. Folkmusik kann man nur in der Folkszene lernen.
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